Strohmanntreiben

Strohmanntreiben

Strohmanntreiben mit Strohmann, Einscheller, Trommler, Strohmanntreiber und Narrensamen an der Fasnet 1934 des Jahrgangs 1920.

(Vorlage: Oskar Gulde, Sigmaringendorf)

Das Strohmanntreiben wird als Symbol des Winteraustreibens und des Treibens der Fasnet nach Überliefrung bereits seit 500 Jahren durchgeführt.
Ausrichter sind alljährlich die 15-Jährigen des Ortes.
Jedes Jahr am Auseliga Donschtig (Schmotige Donnerstag) wird der Strohmann, der von einem Jugendlichen aus dem Jahrgang gestellt wird, mit Roggenstroh eingebunden und anschließend durch das Dorf getrieben.
Das Einbinden des Strohmanns ist dabei sehr aufwendig und wird nach alter Überlieferung getätigt.
Anschließend zieht der Strohmann mit Gefolgschaft aus Einscheller, Trommler, Strohmanntreiber und Narrensamen (Kinder des Ortes) durch das Dorf.
An verschiedenen Haltestellen werden Süßigkeiten für die teilnehmende Kinderschar ausgeworfen.

Dies ist wohl eines der ältesten Brauchtümer in Sigmaringendorf und hat sich bis zur heutigen Zeit erhalten.